Tanz auf dem Vulkan: Harry und Buddy – Vulkan von Wimsheim

Abenteuer / Feuer

Tanz auf dem Vulkan

Der Vulkan hinter dem Dorf grollt und spuckt Lava. Nur Buddy weiß, wie man einen kühlen Kopf behält, wenn es heiß wird.

Wir hatten es schon von Weitem gehört: Ein tiefes Brummen, als würde ein Riese schnarchen. Der Vulkan von Wimsheim war aufgewacht. Ja, es gibt ihn wirklich, zumindest in unserer Geschichte. Und das kleine Dorf am Fuße zitterte.

"Harry, das ist nicht gut", sagte die alte Bäckerin und zeigte auf den rauchenden Kegel. Ein dünner Lavastrom bahnte sich seinen Weg direkt zu den Häusern.

Buddy stellte seine Ohren auf. Er trug seine orangene Weste, und seine Nase zuckte. „Wau!“ Er rannte nicht weg. Er rannte im Kreis. Immer wieder um den Lavastrom herum.

Ich verstand erst nicht. "Buddy, was machst du?" Da sah ich es: Er bellte die Lava an, und wo er bellte, erstarrte die glühende Masse für einen Moment. Als würde sein Mut sie kurz beeindrucken.

Natürlich war es nicht wirklich sein Bellen. Es war der kleine Erdhügel, den er freilegte, als er buddelte. Ein alter Graben, den die Dorfbewohner vergessen hatten. „Ein Lavakanal! Buddy, du bist ein Genie!“

Wir trommelten alle zusammen. Kinder, Erwachsene, und ein sehr entschlossener Frenchie. Mit Schaufeln und Pfoten lenkten wir die Lava in den Graben. Es war heiß. Es war anstrengend. Buddy hechelte, aber er gab nicht auf.

Der Moment, als die Lava endlich am Dorf vorbei in den sicheren See floss, war magisch. Zisch! Eine riesige Dampfwolke stieg auf, und im Dampf sah es aus, als würde Buddy tanzen.

Am Abend saßen wir am Feuer – diesmal am gemütlichen Lagerfeuer – und die Dorfbewohner klatschten. Buddy bekam die größte Wurst vom Grill. „Manchmal“, sagte Harry leise zu ihm, „braucht es keinen Feuerwehrmann. Manchmal braucht es einen, der nicht wegläuft, wenn es heiß wird.“

Und seitdem nennen sie ihn im Dorf nur noch Buddy, den Vulkan-Tänzer.

Die Lehre

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben – sondern trotzdem zu bleiben.